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-DIAGNOSTIK BEI HAARAUSFALL

>> Die Einleitung
>> Die Untersuchung
>>
Die Haarsprechstunde / Anamneseerhebung
>> Das Trichogramm und seine Varianten
>> Variante TrichoScan oder Microdermhair
>> Laboruntersuchungen
>> Kopfhautbiopsie

Die Einleitung



Insgesamt stellt die Erkennung und Behandlung von Haarausfall eine komplexe Aufgabe dar und ist oftmals nur durch die Zusammenschau verschiedener unterschiedlicher Diagnosemethoden erkennbar. Haarausfall kann durch sehr viele oftmals grundlegend unterschiedliche Ursachen bedingt sein. Die Tatsache dass sich bei ca. 80% der Patienten aufgrund einer gründlichen Anamneseerhebung (Krankengeschichte) und klinische Untersuchung bereits eine Diagnose stellen lässt, zeigt die Wichtigkeit dieser Untersuchungen.
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Die Untersuchung



Die erste Maßnahme muß immer eine gründliche Erhebung des Lokalbefundes sein. Hierbei wird untersucht ob es sich um Haarmangel ( Alopezie) oder Haarverlust (Effluvium) handelt und inwieweit entzündliche oder anderweitige Veränderungen der Kopfhaut vorliegen.


Der Arzt bei der Untersuchung der Kopfhaut

Die Haarsprechstunde / Anamneseerhebung



In der Haarsprechstunde erfolgt mittels eines bereits durch den Patienten ausgefüllten Haarfragebogens ein ausführliches Gespräch. Hier kann der Patient alle ihm wichtigen Fragen stellen und oftmals kann bereits zu diesem Zeitpunkt ein Behandlungskonzept erarbeitet werden. Der Patient erhält hier ausführliche Informationen zum Thema Haarausfall. Eine Fotodokumentation zur Kontrolle des Therapieerfolges erfolgt hier ebenso. Somit kann nach ca. sechs Monaten der Verlauf und die Wirksamkeit einer Medikation anhand von Vergleichfotos erfolgen.

Das Trichogramm und seine Varianten



Mit diesem Untersuchungsverfahren können Erkenntnisse über den Zustand der Haarwurzeln gewonnen werden. Hier erfolgt eine zahlenmäßige Bestimmung der Haarwurzeln bezüglich ihrer Haarwachstumsphasenzugehörigkeit. So sind beispielsweise bei Patienten mit fortgeschrittener AGA nur noch ca. 50% der Haare - anstatt 80% - in der Wachstumsphase.


Epilation von Haaren mittels einer Haarklemme


Mikroskopische Untersuchung


Beim Trichogramm werden meistens an zwei Stellen der Kopfhaut Haare mittels einer Klemme epiliert und die so gewonnenen Haare mit Haarwurzeln mikroskopisch ausgezählt.
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Variante TrichoScan oder Microdermhair




Haarzählung mittels Trichoscan


Screenshot eines Trichoscan-Befundes

Beim TrichoScan oder Microdermhair wird mittels eines speziellen Mikroskop und Software, die Haardichte, d.h. die Anzahl der Haare in einem definierten Areal, deren Dicke, sowie die Phasenzugehörigkeit der einzelnen Haare bestimmt.
Diese Untersuchung ist eine Weiterentwicklung des Trichogramms. Die Haare werden hierbei lediglich in zwei kleinen Bereichen rasiert und dokumentiert.
Nach zwei Tagen erfolgt eine erneute Untersuchung.
Das TrichoScan Verfahren ist relativ aufwendig führt aber im Gegensatz zum klassischen Trichogramms zu sehr exakten, reproduzierbaren und digital dokumentierbaren Ergebnissen, ist für den Patienten schmerzfrei und erlaubt durch Verlaufskontrollen die Wirkung einer Therapie besser beurteilen zu können.



Haarwurzelbetrachtung mittels Trichoscan


Laboruntersuchungen



• Blutuntersuchung
Mittels einer Blutuntersuchung können verschiedene Erkrankungen des Körpers erkannt werden.
• Hormonstatus
Diese Untersuchung ist insbesondere bei Frauen indiziert und sollte in der frühen Follikelphase oder am Ende der monatlichen Pillenpause bestimmt werden.
• Haar -und Mineralstoffanalyse
Im Unterschied zu einer Blutuntersuchung gibt diese Untersuchung Aufschluß über etwaige Probleme welche sich auf die vergangenen Monate beziehen.
Vergiftungen des Körpers mit z.B. Schwermetallen können so unter bestimmten Bedingungen erkannt werden. Diese Analyse kann andere Untersuchungsmethoden jedoch nicht ersetzen und ist heutzutage noch nicht sehr aussagekräftig. Lediglich im diagnostischen Zusammenhang können eventuell nützliche Zusatzinformationen gewonnen werden.


Blutproben vor der Untersuchung


Kopfhautbiopsie



Die Kopfhautbiopsie ist nur in wenigen Fällen notwendig, wenn z.B. die Diagnose einer Haarerkrankung nicht eindeutig ist. Hierbei wird mittels eines Skalpells ein ca 0,8 bis 1,0 mm langer und nicht mehr als 3,0mm breiter Hautstreifen entnommen und histologisch untersucht.


Close-up der Kopfhaut vor Biopsie

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