PRAXIS DR. FERIDUNI
Haarchirurgie
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>> Allgemein
>> Androgenetische Alopezie bei Männer
>> Androgenetische Alopezie bei Frauen
>> Alopecia Areata
>> Alopecia Cicatricialis und Pseudopélade Brocq
>> Alopecia Diffusa
>> Alopecia Traumatica
>> Trichotillomanie


Allgemein



Haarverlust (griechisch: Alopecia) ist ein weit verbreitetes Problem unserer Gesellschaft, das zahlreiche Männer und immer mehr Frauen betrifft. Ein voller Haarschopf ist ein Schönheitsideal und symbolisiert Dynamik, Jugendlichkeit und Erfolg. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass Haarausfall von den Betroffenen oft als störend erfahren wird. Bei jedem Blick in den Spiegel wird man tagtäglich mit seinem Haarausfall konfrontiert, was oft das Selbstvertrauen und damit auch die Lebensqualität des Betroffenen belastet.
Es gibt unterschiedliche Formen des Haarverlustes, die durch Haarerkrankungen oder genetische Disposition verursacht werden können:


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Androgenetische Alopezie bei Männer



Alopecia androgenetica
(griechisch: Alopecia = Haarausfall, andro = männlich, genetica = genetisch bedingt)

Kahlheit nach dem männlichen Muster oder Alopecia androgenetica ist die häufigste Form des permanenten Haarausfalls. Diese Form der Kahlheit ist bei Männern großenteils erblich bedingt. Ungefähr ein Drittel aller Männer zwischen 25 und 40 Jahren kämpfen mit Haarausfall.
Alopecia androgenetica bei Männern wird je nach Stärke der Kahlheit nach dem Index von Norwood Hamilton eingestuft. Dank dieser Klassifikation kann man bestimmen in welchem Stadium sich die Kahlheit befindet. Bei Männern beginnt die Kahlheit in der Regel an der Haarlinie in Höhe der Schläfen und oben am Scheitel. Meistens breitet sie sich solange weiter aus, bis schließlich nur noch ein "Krönchen" übrig bleibt.
Mitverantwortlich für die Kahlheit ist das so genannte Dihydrotestosteron, kurz DHT genannt. Es wird mit Hilfe eines Enzyms (der 5-Alpha-Reductase) aus dem männlichen Hormon Testosteron gebildet. Vor allem das Haar am Scheitel erweist sich bei vielen Männern als besonders empfindlich auf dieses Hormon. Die Wachstumsphase des Haares wird verkürzt, dass Haar fällt frühzeitig aus.
Dies ist insoweit kein Problem, solange Haarausfall und Haarwachstum balanciert verlaufen, d.h. gleichviel Haare ausfallen wie neu wachsen. Erst wenn sich diese natürliche Balance verschiebt kommt es zum Haarausfall.





Norwood Klassifikation

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Androgenetische Alopezie bei Frauen



Obwohl Alopecia androgenetica in der Regel die männliche Form der Kahlheit bezeichnet, können auch Frauen davon betroffen sein. Alopecia androgenetica bei Frauen wird nach dem Index von Ludwig eingestuft. Alopecia androgenetica bei Frauen ist gekennzeichnet durch einen dünner werdenden Haarschopf und ist oft ausschließlich auf die Oberseite des Kopfes konzentriert. Alopecia androgenetica bei Frauen ist lediglich in wenigen Fällen eine Indikation für eine verdeckte Erkrankung und tritt meistens erst während der Menopause auf. Wenn Alopecia androgenetica bei Frauen vor der Menopause entsteht, könnte eine Störung des Hormonhaushalts vorliegen. In dem Fall - vor allem bei übermäßiger Körperbehaarung und Akne - sollte man eine endokrinologische Untersuchung veranlassen, so dass die Ursache des Haarverlustes aufgespürt werden kann.
Anders als bei den anderen Formen von Haarausfall ist Alopecia androgenetica ein irreversibler Prozess. Haare, die einmal ausgefallen sind, werden nie mehr nachwachsen.



androgenetische Alopezie bei Frauen

Verschiedene Klassifikationen der androgenetische Alopezie bei Frauen nach Ludwig
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Alopecia Areata



Bei den meisten Menschen, die an Alopecia areata leiden, fällt das Haar stellenweise aus und wächst dann von selbst innerhalb von 1 bis 2 Jahren wieder nach. Hier handelt es sich um ein unregelmäßiges Muster von Haarverlust, wobei kahle runde Stellen mit einem Durchmesser von etwa 2,5 bis 5 cm entstehen, die sich über die ganze Schädelfläche verteilen. Manchmal wachsen die Haare an der einen Stelle wieder nach, während sie an einer anderen Stelle wieder ausfallen. Bei Alopecia areata totalis - dies kommt nur bei einem geringen Prozentsatz der betroffenen Patienten vor - fällt das gesamte Kopfhaar aus. In den meisten Fällen beschränkt sich der Haarausfall auf die Kopfhaare, in manchen Fällen jedoch handelt es sich um Alopecia areata universalis. Bei dieser Form fällt sogar die ganze Körperbehaarung aus (z.B. Augenbrauen, Bart, Schamhaare). Alopecia areata ist wahrscheinlich eine Erkrankung des Autoimmunsystems, wobei der Körper selbst die Haare auf destruktive und manchmal endgültige Weise angreift. Der Körper betrachtet die Haare sozusagen als Fremdkörper und stößt diese ab. In vielen Fällen ist Alopecia areata ein irreversibler Prozess, der nicht heilbar ist. Letzteres vor allem, wenn Alopecia areata im Kindesalter entsteht oder wenn der Patient ebenfalls an anderen Erkrankungen des Immunsystems leidet (Schilddrüsenerkrankungen, Vitiligo, Allergien).

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Alopecia Cicatricialis und Pseudopélade Brocq



Alopecia cicatricialis ist eine Form von Kahlheit, die als Folge von Narbenbildung der (Kopf)haut entsteht. Es gibt eine Reihe von Gründen wie diese Narben verursacht werden können, darunter zum Beispiel: ein Unfall, Bestrahlung, Verbrennung, diverse Infektionen (u.a. Pilzinfektionen) oder eine angeborene Anomalie. Alopecia cicatricialis ist gut erkennbar, weil das Narbengewebe glatter ist und oft auch eine andere Farbe hat als die nicht befallene Haut.
Pseudopelade Brocq ist eine spezielle Form von Alopecia cicatricialis und ist möglicherweise die Folge eines Entzündungsprozesses der Kopfhaut, dessen Ursache meistens nicht bekannt ist. Es wird vermutet, dass die Ursache eine Störung des Autoimmunsystems ist.
Pseudopelade Brocq ist an einer Kopfhaut zu erkennen, die meistens weißer und glatter als üblich ist, an fehlenden Follikelöffnungen und an stellenweise auftretenden Narben.
Wenn die Krankheit sich in einem beginnenden aktiven Stadium befindet, sollte so schnell wie möglich ein Dermatologe zur Rate gezogen werden, um den Schaden zu begrenzen.


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Alopecia diffusa



Die meisten Menschen erleben manchmal eine Phase, in der ein unerwartet übermäßiger Haarausfall auftritt. Man spricht in diesem Fall von Alopecia diffusa oder Effluvium. Der Haarausfall betrifft die ganze Kopfhaut und nicht einzelne Stellen, wie zum Beispiel bei Alopecia areata.
Die Zahl der Haare, die sich in der Ruhephase befinden ist hier höher als gewöhnlich. Die Kopfhaut zeigt meistens keine Rötung, Schuppung oder Entzündungsreaktionen.
Die Ursache von Alopecia diffusa braucht nicht unbedingt in der Haut zu liegen, sondern kann auch eine Stoffwechselstörung sein. Eine Schilddrüsenstörung, der Gebrauch von Arzneimitteln in hohen Dosen wie z.B. Vitamin A und Retinoide (von Vitamin A abgeleiteten Arzneien, die bei der Behandlung von Leukämie eingesetzt werden), Eisenmangel (strenge Schlankheitsdiät), Stress, erheblicher Vitaminmangel, die Einnahme bestimmter Medikamente und sogar eine Schwangerschaft können Alopecia diffusa verursachen. Der Haarausfall kann drei oder vier Monate nach der Krankheit oder sonstigen Leiden fortdauern. Die Behandlung von Alopecia diffusa zielt auf die Ursachen: die Einstellung der Medikamentendosierung, die Verbesserung der Essgewohnheiten oder die Kontaktvermeidung von bestimmten Stoffen.
Nach der Ursachenbekämpfung wird der Haarwuchs sich wieder regenerieren. Es ist jedoch möglich - vor allem wenn es sich um sehr starken Haarausfall handelte - dass der Haarwuchs nicht mehr vollständig zurückkehrt.


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Alopecia traumatica



Alopecia traumatica ist oft eine Folge externer Faktoren wie Entkrausung, Dauerwelle, Färbung, zu feste Bindung oder zu große Straffung der Haare nach hinten.
Bei der Dauerwellenbehandlung kann der Gummizug des Wickels zu nah an der Haut platziert werden. Durch das Einwirken dehnt sich das Haar und kann brechen, wonach es wieder normal weiter wächst. Dies geschieht eher bei dünnem Haar. Wenn die Flüssigkeit unsachgemäß angewendet wird, kann Beschädigung der Haut und/oder der Haare auftreten.
Bei falscher Verwendung dieser ziemlich stark wirkenden Stoffe kann das Haar abbrechen.
Trockenheit, vor allem bei dünnem Haar, kann beim Färben zum Bruch der Haare führen.
Haare werden umso empfindlicher je älter man wird und deshalb sollte man bei der Haarpflege im höheren Alter eine eventuelle Alopecia traumatica mehr berücksichtigen.
Auch abgebrochene Haare können ausfallen, wodurch im Verhältnis mehr Haare ausfallen als nachwachsen. Das Haar wird deshalb noch dünner.
Jede Person hat einen anderen Haartypus, der je nach dem für bestimmte externe Faktoren empfänglich ist. Alopecia traumatica ist einfach zu erkennen, weil immer viele abgebrochene Haare zu sehen sind. Die Kopfhaut sieht normal aus, aber es gibt Abweichungen bei der Anzahl der Haare und der Art, wie diese aus der Kopfhaut wachsen.
Im Prinzip gibt es für Alopecia traumatica keine Behandlung. Man kann aber versuchen die Situation zu stabilisieren, indem das Haar nicht mehr straff zusammen gebunden wird oder indem das Haar keine Dauerwelle oder Färbung mehr erhält.

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Trichotillomanie



Trichotillomanie (griechisch; thrix: Haar, tillein: ziehen und mania: gestört) ist faktisch keine Haarerkrankung. Sie wird durch eine Impulskontrollstörung verursacht, eine Art Drang, der sich äußert indem der Betroffene sich zwanghaft die eigenen Haare ausreißt. Das kann auf Dauer zu stellenweise Haarverlust führen. Meistens liegt eine psychische Erkrankung zugrunde. Trichotillomanie kommt sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern vor und ist also nicht altersgebunden. Siebzig bis neunzig Prozent der Patienten sind Frauen. Das Alter in dem Trichotillomanie auftreten kann ist unterschiedlich. Es sind Fälle von Kindern mit 2 Jahren oder sogar noch jünger bekannt, aber es sind ebenso Fälle von Personen um die 60 Jahre bekannt. Das Grundmuster des Haarverlustes bei Trichotillomanie kann dem von Alopecia areata sehr ähneln. Bei Trichotillomanie sind jedoch viele abgebrochene Haare sichtbar. Bei Alopecia areata gibt es dieses Symptom nicht. Für diese Erkrankung existiert keine medikamentöse Therapie, der Patient wird oft zu einem Psychologen oder Psychiater überwiesen. Aufhören mit dem Ziehen an den eigenen Haaren ist die einzige Lösung des Problems. Unter Umständen wurde den Haarfollikeln in der Zwischenzeit ein dauerhafter Schaden zugefügt, weshalb eine vollständige Regenerierung des Haarwuchses vielleicht nicht mehr möglich ist.

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